Südharzer SPD-Spitze gegen GroKo

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Nordhausen. Eine Regierung aus SPD und CDU lehnt die Südharzer SPD-Spitze zu großen Teilen ab. „Mehrheitlich hat sich der Kreisvorstand gegen die GroKo ausgesprochen“, erklärte SPD-Kreischefin Anika Gruner. Von sechs anwesenden Vorständen hätten alle Nein zu einem Regierungsbündnis der beiden größten Bundestagsparteien gesagt, drei der neun Stimmberechtigten seien entschuldigt gewesen.

Gruner verweist auf das Ergebnis der Sondierungsgespräche: „Die Bürgerversicherung ist im Nichts verlaufen. Auch war es eigentlich ein großes Thema von uns, die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverhältnissen aufzuheben.“ Die Mütterrente dürften nicht nur Mütter mit mindestens drei Kindern bekommen.

Vor Neuwahlen, sagt Gruner, habe sie keine Angst: „Geschwächt würden wir nur aus einer GroKo hervorgehen.“ Als Spitzenkandidat der SPD in einem Wahlkampf allerdings sei der jetzige Parteichef Martin Schulz „nicht tragbar“. Er sei zwar ein „wunderbarer Europäer“, doch fehle ihm das Empfinden für die Basis. SPD-Kreischefin Gruner favorisiert Malu Dreyer, die „Durchsetzungsvermögen in der Männerdomäne bewiesen“ habe.

Quelle: Kristin Müller / 25.01.18 / Thüringer Allgeine Nordhausen
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